Wie würden Sie ein Projekt sabotieren? Ein Lean-Management-Workshop

Ein unkonventionelles Workshop-Format auf der Studio Alliance Conference untersuchte Lean Management, indem es traditionelle Denkweisen umkehrte: Die Teilnehmer wurden eingeladen, die Ursachen für das Scheitern von Projekten zu identifizieren, um deren Erfolg besser zu verstehen. Im Anschluss an einen Workshop auf der Konferenz sagte ein Mitglied der Studio Alliance: Diem Er teilt wichtige Erkenntnisse aus der Sitzung und reflektiert darüber, wie umgekehrtes Denken eine effektivere Projektabwicklung unterstützen kann.

Lean neu denken durch umgekehrtes Denken

Im Rahmen des Workshops „Gruppenarbeit & Co-Kreation“ auf der Studio Alliance Conference untersuchten die Teilnehmer Lean Management aus einer bestimmten Perspektive. alternativAus dieser Perspektive. Anstatt mit bewährten Vorgehensweisen zu beginnen, eröffnete die Sitzung mit einer bewusst provokativen Frage: Wie würde man ein Projekt falsch managen?

Die Teilnehmer wurden in vier gemischte, internationale Gruppen aufgeteilt, wodurch ein vielfältiges und offenes Diskussionsumfeld geschaffen wurde. Dieser Ansatz brachte unmittelbar gemeinsame Herausforderungen zum Vorschein, die in verschiedenen Regionen und Sektoren auftreten.

Identifizierung der Grundursachen für Fehler

Die erste Übung konzentrierte sich darauf, Verhaltensweisen und Bedingungen zu benennen, die den Projekterfolg gefährden. Schnell kristallisierten sich gemeinsame Themen heraus:

  • Fehlende Kommunikation
  • Unklare Führungsstrukturen
  • Unzureichende Ressourcenplanung
  • Schlechte Priorisierung
  • Nicht transparente Prozesse 

Diese Phase erwies sich als besonders wertvoll, da sie zu ehrlicher Reflexion ohne die Zwänge formaler Problemlösung anregte. Indem die Diskussion um das Thema „Sabotage“ gelenkt wurde, konnten die Teilnehmenden Probleme offen und ohne Zögern ansprechen.

Von Herausforderungen zu umsetzbaren Lösungen

Im Anschluss daran verlagerte sich der Fokus des Workshops von der Diagnose auf die Reaktion. Jede identifizierte „Sabotagemethode“ wurde mit einer entsprechenden Lösung verknüpft, wodurch Herausforderungen in praktische Maßnahmen umgesetzt wurden:

  • Etablierung klarer Kommunikations- und regelmäßiger Besprechungsstrukturen
  • Stärkung der Ressourcen- und Prozessplanung
  • Förderung von Transparenz und offenem Informationsaustausch
  • Stärkung der Koordination und der Führungsverantwortung
  • Einbettung des kontinuierlichen Lernens durch gewonnene Erkenntnisse 

Durch diese direkte Verknüpfung wurde sichergestellt, dass die Erkenntnisse fundiert und praxisorientiert blieben und nicht nur theoretisch.

Lösungen durch Lean Management einbetten

In der letzten Phase untersuchten die Teilnehmer, wie diese Lösungen durch ein Lean-Management-Framework nachhaltig umgesetzt werden können. Zu den wichtigsten Prinzipien gehörten:

  • Vereinfachung und Optimierung der Prozesse
  • Implementierung von visuellen Management-Tools
  • Regelmäßige Feedback- und Fortschrittsbesprechungen durchführen
  • Stärkung des Risikomanagements und der Transparenz der Arbeitsabläufe
  • Aktive Einbeziehung aller Beteiligten 

Der Schwerpunkt lag auf der Schaffung von Systemen, die Konsistenz, Klarheit und kontinuierliche Verbesserung unterstützen.

Gemeinsames Lernen und geteilte Erkenntnisse

Jede Gruppe präsentierte ihre Ergebnisse der gesamten Gruppe und ermöglichte so einen schnellen Wissensaustausch zwischen verschiedenen Perspektiven. Diese prägnanten Präsentationen verdeutlichten sowohl die Konstanz der Herausforderungen als auch die Vielfalt der Lösungsansätze.

Der Workshop bekräftigte insbesondere eine wichtige Erkenntnis: Fachleute in verschiedenen Ländern und Kontexten stehen bei der Projektabwicklung vor bemerkenswert ähnlichen Problemen.

 

Warum das Format funktionierte

Die Struktur der Sitzung – kurze, fokussierte Intervalle von 15–20 Minuten – erwies sich als äußerst effektiv:

  • Es förderte schnelles, kritisches Denken
  • Es wurde ein offenes und kooperatives Umfeld geschaffen.
  • Es förderte starke Verbindungen zwischen den Teilnehmern. 

Über die Ideenfindung hinaus stärkte das Format auch das Vertrauen und die Kommunikation – entscheidende Komponenten für eine erfolgreiche Projektabwicklung.

 

Fazit

Lean Management beschränkt sich nicht allein auf die Prozessoptimierung. Es geht ebenso darum, die richtigen Fragen zu stellen, Herausforderungen offen anzugehen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Durch die Herangehensweise an das Thema mittels umgekehrten Denkens vermittelte dieser Workshop ein klares und praktisches Verständnis dafür, was den Wert von Projekten ausmacht – und, ebenso wichtig, was ihn untergräbt.

Um mehr zu erfahren, besuchen Sie bitte: https://www.diem.com.tr/